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Wenn das Internet zur „Kopfsache“ wird

 

 

Günter Weixlbaume

Günter Weixlbaumer Interview im Linzider Stadtmagazin

Welche Rolle spielt die Homepage heute überhaupt noch?
Man hört sehr oft: „Website brauchen wir keine, Facebook reicht.“

Die Homepage ist in Wahrheit das zentrale Element der digitalen Kommunikation. Facebook kann für ein Unternehmen nie der Hauptauftritt sein. Abgesehen davon, dass man dort 100 Prozent seines Einflusses abgibt: Wenn der Account gesperrt wird, was schon vorgekommen sein soll, ist die Präsenz weg und man kann meist
sehr wenig gegen diese willkürlichen Entscheidungen aus den USA tun. Für seriöse Unternehmen sollte Facebook daher nur eine Ergänzung sein.

McKinsey hat herausgefunden, dass E-Mail-Marketing 40-mal so effektiv wie Facebook und Twitter zusammen ist. Warum – trotz Spamflut?
Ganz einfach: E-Mail wird täglich von fast jedem genutzt, Facebook nicht. Bei E-Mail geht‘s um "Conversion", es passiert also was. Facebook hingegen konvertiert sehr schlecht. Da geht‘s eher nicht um Kaufen, sondern man unterhält sich über Alltägliches.
Bei Google und E-Mail ist man hingegen viel näher am Bedarf. Ein anderes Beispiel: Einen Facebook-Eintrag "liked" man schnell, ohne ihn zu hinterfragen. Für einen E-Mail-Newsletter registriert man sich aber ganz bewusst, die Qualität der Kontakte ist hier daher um ein Vielfaches höher.

Was sollte ein Unternehmen mit dem Instrument E-Mail auf keinen Fall machen?
Zum Beispiel über Gewinnspiele E-Mail-Adressen generieren. Solche Kontakte sind in den meisten Fällen wertlos. Newsletter sollte man generell nicht zu häufig aussenden und nur, wenn man auch wirklich etwas zu sagen hat. Aus diversen Umfragen wissen wir, dass ein Newsletter pro Monat ideal ist, wobei aber auch weniger oder mehr okay sein kann: Wenn der entsprechende Content da ist, kann auch eine wöchentliche Frequenz passen.

Im Internet sind die Haltbarkeitszeiten sehr begrenzt. Ist der oft prognostizierte Niedergang von Facebook tatsächlich in Sicht?

Untergehen wird Facebook meiner Meinung nach nicht so schnell. Wahrscheinlich wird die Plattform in fünf bis zehn Jahren etwas anders ausschauen. Aus der Vergangenheit wissen wir aber: Diesbezügliche Prognosen überholen sich meist in kürzester Zeit.

Was kommt nach Facebook: Etwas ähnliches oder erfindet sich Social Media komplett neu?

Das ist derzeit nicht absehbar. Einen großen Trend sehen wir: Junge Leute lassen Facebook links liegen, weil dort zu viele Eltern unterwegs sind. Was ganz Neues ist derzeit aber nicht in Sicht.

Die klassischen Unternehmens-Fehler bei Internet-Performances?
Was vor fünf oder zehn Jahren funktionierte, geht heute komplett am Markt vorbei. Das gilt nicht nur bei Homepages, sondern speziell im Onlineshop-Bereich. Produktansicht, Styling und verständliche Navigation sind ein absolutes Muss. Und auch die Usability muss passen. Ein klassisches Beispiel: Ein Onlineshop für Skatermode bietet Bezahlung nur per Kreditkarte an, die wenigsten
Leute dieser Zielgruppe haben aber eine solche.

Als Internetagentur launcht chiliSCHARF mit dem Magazin "Kopfsache" in Kürze ein innovatives Print-Produkt. Wozu das?

Da es in unserem Umfeld viele Menschen gibt, die das Segment "Mentale Stärke / Geistige Gesundheit" sehr beschäftigt, haben wir uns entschlossen, daraus ein Magazin zu machen. Burnout und was kann ich dagegen tun – auch das ist natürlich ein großes Thema. Es wird ein B2BMagazin mit hochwertigstem Inhalt und entsprechender Optik.

Print wurde bereits oft zu Grabe getragen. Welche Chance haben Magazine und Zeitungen zukünftig gegen Online noch?
Print wird sicher weiter zurückgehen, Unternehmen verschieben ihre Budgets immer mehr Richtung Online. Durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit zahlt sich das Drucken von manchen Informationen oft gar nicht mehr aus. Mittelfristig wird es Print dennoch sicher weiter geben.
Überleben werden aber nur jene Magazine, die in ihrem Bereich Inhalte liefern, die unverwechselbar sind. Leider gibt‘s am Markt immer noch viel gedruckten Content, der entbehrlich ist. Print wird auch aufgrund seiner Haptik nicht wegzudenken sein. Man sieht das ja auch bei der schon längst totgeglaubten Schallplatte, die immer noch da ist und nicht nur bei Retro-Freaks ihren Fixplatz hat.

Gute Internet-Auftritte kosten Geld. Wie weit ist das bis zu den Unternehmen durchgedrungen?

Viele Wirtschaftstreibende können die Qualität oft immer noch nicht begreifen oder bewerten. Die Homepage ist für die meisten der erste Unternehmenskontakt überhaupt – und wie wir wissen, ist der erste Eindruck entscheidend – auch im Internet. Hier zu sparen, ist der verkehrte Ansatz – ein ansprechender Internetauftritt ist heute die unabdingbare Basis für jeden Unternehmenserfolg. Oft sieht man Websites, Flyer oder Inserate, wo man nur den Kopf schüttelt – nach dem Motto "Hauptsache, alles steht drauf." 

David Obojes

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